Gemeinwohlökonomie

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Die Stabilität von Wirtschaftssystemen hängt vor allem von stabilen politischen Bedingungen und intakten Ökosystemen ab. Es ist Gegenstand politischer, öffentlicher und gesellschaftlicher Diskussionen, dass die aktuelle Art und Weise zu Wirtschaften unser Ökosystem extrem strapaziert, soziale Ungleichheiten befördert und unsere Lebensgrundlagen zerstört. Die Notwendigkeit alternativer Wege des Wirtschaftens und des Umgangs mit der Welt, die uns umgibt und Heimat ist, verstärkt sich zunehmend. Es gibt bereits einige Strategien, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben. Dazu gehören der „European Green Deal“ auch „Green New Deal“ genannt, die „degrowth“- bzw. „Postwachstums“-Bewegung, das Konzept der „Donut-Ökonomie“ sowie auch die „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Letztere soll als durchaus erfolgreiche und populäre Alternative, den Gegenstand dieser Diskussion bilden. Eine herzliche Einladung zum Austausch über Kritik und Fürwort dazu.

Im Folgenden etwas Futter zum Verständnis:

Die „Gemeinwohl-Ökonomie“ (GWÖ) steht für ein ethisches Wirtschaftsmodell, mit dem Ziel, eine Alternative zur kapitalistischen Marktwirtschaft zu stellen.

Es handelt sich um ein Wirtschaftsmodell, das eine Revolution jener Werte erfordert, die aktuell an die Wirtschaft gekoppelt sind. Laut Christian Felbers Niederschrift sind das Egoismus, Konkurrenz und Gier (Felber, Gemeinwohlökonomie, 2018, S. 13). Die Gesamtheit des Wirtschaftslebens folgt dabei der Ordnung des Gemeinwohls, wobei Geld nicht den Zweck, sondern das Mittel darstellt. „Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.“, so lautet der Slogan auf der repräsentierenden Website (https://web.eco-good.org/de/). Durch die Logik eines Systems aus Anreizen, die auf die Grundwerte und das Verfassungsziel „Gemeinwohlstreben der Wirtschaft“ ausgerichtet sind, soll entsprechendes Handeln verstärkt werden.

 

Quellen:

Felber, C. (2018). Gemeinwohlökonomie. München: Piper Verlag GmbH