GGK WS: “Urban Ugliness” – The Deconstruction of a Gießen Stigma

“From an aesthetic standpoint, Gießen is not mediocre. Gießen is ugly. No real Gießener would contest that,” Die Zeit has put it bluntly. This workshop examines the contested production of what we term “urban ugliness”: a discursively circulated yet locally negotiated stigma attached to cities with purportedly little aesthetic charm.

As the town hall’s reappropriation of the “Elefantenklo” as a site for events during the “elephantic summer” illustrates, the stigma of urban ugliness is not limited to the discursive sphere but informs local negotiations of the city and its image on the ground.

Consequently, in this workshop we follow the stigma on the ground. Henri Lefebvre situates the production of urban space in the concrete practices of everyday life. We aim to elicit the aesthetic judgments of city dwellers in relation to their built environment.

In this workshop, we will discuss our conceptual premises, engage directly with pedestrians in the city, and then situate our findings within wider dynamics of neoliberal urbanism. For this, we will set up makeshift discussion stands (“urban reflectors”) in Gießen’s Business Improvement Districts––an instrument of neoliberal policy to enhance urban attractiveness through consumerist design. In so doing, we conceive of “urban ugliness” less as instructive of a city’s individuality and more as a general urban condition of our times that surpasses exemplary cases.

Worskhop Programme:

  • 10:00-11:30 Morning Reflection / Discussion of the approach and the project
  • 12:30-14:30 Urban reflectors at the stand (in Giessen City)
  • 14:30-15:30 Consolidating results within the groups
  • 16:00-18:00 Consolidating findings through discussion

Kristian Svane (M.A., Hamburg University) is a Ph.D. student of German Literature at Yale University. He is interested in the sociology of literature, the translation of forms, and contemporary practices of life writing in Germany, France, and Denmark. In his current articles, he investigates autosociobiography as a form across cultures, and the role of fictionality in narrating history through autofiction.

 Marc Hertel (M.Ed., Mainz University) is a research assistant in human geography at University of Klagenfurt. His research interests involve mobility and border regimes, viapolitics, and urban infrastructures. Together with his former Studienstiftung fellow Kristian, he has started to interrogate the stigma of “urban ugliness” that besets several German cities.

Online-Workshop: „Wie gewinnen wir mehr Menschen für das Gießen?“

Am 22. Juni 2026 findet von 17-19 Uhr der zweite Teil der Online-Workshop-Reihe des Netzwerks DEUTSCHLAND GIESST statt.

Unter dem Titel „Wie gewinnen wir mehr Menschen für das Gießen?“ wollen wir uns darüber austauschen, wie wir die Bedeutung von Stadtbäumen und nachhaltiger Bewässerung in die Breite tragen.

Gemeinsam erarbeiten wir:

  • Beispiele aus eurer Praxis: Ausgehend von euren Erfahrungen: Wie und wodurch haben sich eure Projekte entwickelt? Was hat euch geholfen, euch als Gruppe zu organisieren und zu wachsen?,
  • Best Practices und neue Ideen: Welche Aktionen, Medien, Netzwerke und Orte haben bereits funktioniert, um euer Projekt bekannt zu machen und neue Mitmachende zu gewinnen? Was würdet ihr anderen empfehlen – und was eher nicht?

Wir suchen Gießgruppen oder Menschen, die sich in ihrer Stadt für das Thema einsetzen – und vor allem eure Fragen und eure Antworten! In diesem interaktiven Format geht jede:r mit vielen neuen Ideen und konkreten Ansätzen wieder raus.

Bitte füllt das Formular auf der Website des Veranstalters aus, um euch für den Workshop anzumelden.

Alle weiteren Infos findet ihr hier.

Liebknecht. Ein Auszug.

Wilhelm Liebknecht war e

in streitbarer Geist.
Widerständig und beharrlich. 
Scheute keine Konflikte. 
In den Gründungsjahren des deutschen Kaiserreichs agierte er als revolutionärer Radikaldemokrat.
Nahm es mit dem mächtigen Reichskanzler Bismarck auf. 
Und mit der Leitung der Gießener Universität. 
In Zeiten, in denen Militarismus, Ungleichheit und Unterdrückung den preußischen Obrigkeitsstaat auszeichneten,
setzte er sich ein für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Frieden.
Und war Mitbegründer einer Partei, die noch heute das Wort „sozial“ im Namen trägt. 
 
Bereits mit 20 Jahren organisierte Liebknecht einen wegweisenden Protest:
den Auszug der Gießener Studenten nach Staufenberg.
Der Auslöser: die brutale Behandlung eines Kommilitonen durch die Obrigkeit. 
Die Reaktion: die Studenten packten ihre Bündel und verließen die Stadt.
Ein politischer Streik, avant la lettre. 
 
Denn schon damals galt: Wenn die Studierenden gehen, wird es still in der Stadt. 
Die Hörsäle leer, die Kneipen auch. 
 
Der studentische Protest dauerte vier Tage und machte internationale Schlagzeilen.
Die Bürger:innen Gießens begrüßten die Rückkehr der „Studentenmeute“.
Solidarität!
 
Gerade in politisch bewegten Zeiten lohnt es sich, an Menschen wie Liebknecht zu erinnern, nicht als Denkmal, sondern als Herausforderung.
Im Jubiläumsjahr Liebknecht200 greifen gärtnerpflichten den widerständigen Auszug der Gießener Studierenden nach Staufenberg auf und fragen:

Wofür würden wir heute gemeinsam kämpfen?
Welche Überzeugung gibt Anlass, uns zu bewegen?
Weshalb würden wir unsere Kisten packen und ausziehen?
Und was packen wir ein?

Wir wollen es wissen und rufen zum gemeinsamen Auszug auf!
Fünf Tage wird eine Basis für die Protest-Zukunft Gießens gelegt –
mit Energie, der revolutionären Kraft des Humors und vielen Händen.
In unmittelbarer Nähe zu Liebknechts Geburtshaus sind wir vorbereitet.


Studierende! Gießener:innen! Schließt euch an!

Geschlossene Gesellschaft? Türkisches Leben in Deutschland zwischen Anpassung und Abgrenzung

In seinem Vortrag gibt Bekir Yılan Einblicke in türkisches Leben in Deutschland und beleuchtet die türkische Community aus einer soziopolitischen Perspektive. Dabei wird er auf die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe eingehen und die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure sowie Fragen von Zugehörigkeit, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe in den Blick nehmen. Bekir Yılan fragt nach den aktuellen Herausforderungen und Chancen türkischer Integration in Deutschland und nimmt dabei durchaus eine kritische Sicht auf die Entwicklung der deutschen Integrationspolitik ein.

Ziel des Vortrags ist es, ein differenziertes Bild türkischen Lebens in Deutschland zu vermitteln und Hintergründe zu erklären, die in öffentlichen Debatten häufig verkürzt dargestellt werden. Durch die Auseinandersetzung mit Wahrnehmungen, Vorurteilen, gesellschaftlichen Entwicklungen und Integrationsprozessen soll der Vortrag zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und einem konstruktiven Dialog in einer vielfältigen Gesellschaft beitragen.

Bekir Yılan (30), geboren in Deutschland, ist studierter Turkologe und Doktorand an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Darüber hinaus engagiert er sich als Stadtverordneter der Universitätsstadt Gießen (SPD) und ist Vorsitzender des Vereins „Wachturm Demokratie e.V.“, der sich für politische Bildung und die Stärkung des Demokratiebewusstseins einsetzt.

Eintritt frei

Herzliche Einladung!

Filmvorführung „Ernte teilen“

Jeder Mensch muss essen. Wie diese Lebensmittel produziert werden, ist eine der drängensten Fragen unserer Zeit. Während Böden zunehmend knapper werden und sich die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel weiter verschärft, gibt es auch Alternativen. Ein Beispiel dafür sind solidarische Landwirtschaften (SoLaWis), die sich für eine nachhaltige und faire Landwirtschaft engagieren.
Wie genau sie das machen und was Akteur*innen antreibt, wird im Film „Ernte teilen“ von Philipp Petruch erfahrbar. Im Anschluss diskutiert der Ernährungsrat Gießen mit drei SoLaWis aus Mittelhessen über die gesellschaftliche Bedeutung sowie Herausforderungen von SoLaWis.

Einladung zum Workshop „Zirkuläres Wirtschaften im Landkreis Gießen“

Einladung zum Workshop „Zirkuläres Wirtschaften im Landkreis Gießen“

Zirkuläres Wirtschaften gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ziel des Ansatzes ist es, Rohstoffe und Produkte effizienter zu gestalten und zu nutzen. Zirkuläres Wirtschaften verspricht zukunftsfähige Wertschöpfungspotenziale und Arbeitsplätze sowie einen Beitrag
zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung.
Der Landkreis Gießen möchte zirkuläres Wirtschaften stärken. Dazu wollen sie mit euch ins Gespräch kommen. Sie werden euch Beispiele für zirkuläres Wirtschaften aus
Mittelhessen vorstellen und gemeinsam weitere bestehende Aktivitäten und Netzwerke
sowie Zukunftsthemen sammeln und Kooperationsmöglichkeiten diskutieren.

Im Anschluss an den Workshop möchten sie den Austausch mit Ihnen fortsetzen und
gemeinsam Projekte und Initiativen entwickeln.
Der Workshop findet im Rahmen des EU-Projektes „Integrated Circular Economy Action
Plans for Rural Areas“ (iCEAR)-statt. Der Landkreis Gießen ist eine von neun europäischen
Projektregionen, die voneinander lernen und zirkuläres Wirtschaften fördern wollen.

Nachhaltigkeitscafé – Jahresauftakt 2026 gemeinsam im Wandel

Die Stadtbibliothek Wetzlar lädt euch herzlich zum Jahresauftakt des Nachhaltigkeitscafés ein und möchte gemeinsam mit euch ins neue Jahr starten.

Donnerstag, 29.01.2026
19:00 Uhr
in der Stadtbibliothek Wetzlar

Zum Jahresbeginn wird sich bewusst Zeit für Rückblick, Austausch und Ausblick genommen.

Rückblick auf das Nachhaltigkeitscafé 2025

Im Jahr 2025 war das Nachhaltigkeitscafé ein lebendiger Ort für Austausch, Lernen und Begegnung. Gemeinsam wurde Nachhaltigkeit ganz praktisch erlebt – von Bildung zum Anfassen (BNE) mit Netz Bangladesch und dem Lahn-Dill-Kreis über Engagement für Mensch und Natur mit dem Freiwilligenzentrum Lahn-Dill, Urban Gardening in Wetzlar, nachhaltiges Bauen und Sanieren, über Nachhaltige Mobilität mit dem ADFC Lahn-Dill, Klimawandel und Klimaanpassung mit dem Umweltamt der Stadt Wetzlar, bis hin zu gelebter Demokratie und Barrieren im Alltag verstehen und abbauen mit dem Projekt „Natürlich! DemokratieFreund*innen“ der Naturfreunde.

Besonders wertvoll war der offene Dialog zwischen Bürgerinnen, Initiativen, Verwaltung und Engagierten. Viele Perspektiven, Erfahrungen und Ideen sind zusammengekommen und haben gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Austausch ist.

Auch dieses Jahr geht es im Nachhaltigkeitscafé um Umwelt, Klima und gesellschaftlichen Wandel – nicht als abstrakte Problembeschreibung, sondern als Einladung zur aktiven Mitgestaltung. Es ist ein offener Begegnungsraum für alle, die sich austauschen, vernetzen, zuhören oder gemeinsam positive Impulse für eine lebenswerte Zukunft in Wetzlar und der Region setzen möchten.

Der Jahresauftakt bildet den gemeinsamen Startpunkt für die inhaltliche Ausrichtung des neuen Jahres.


Welche Themen, Aktionen oder Formate wünscht ihr euch?

Möchtest ihr selbst einen Termin gestalten oder mit anderen planen?

Kennt ihr Menschen oder Initiativen, die wir einladen sollten?

Ihr könnt an dem Termin nicht dabei sein, möchtet aber gerne Themen einbringen oder sogar einen Termin gestalten?
Dann schreibt gerne vorab an jonas.skali@wetzlar.de. Eure Ideen und Anregungen werden dann in die Planung des Abends mit aufgenommen.

Das Nachhaltigkeitscafé findet regelmäßig an jedem letzten Donnerstag im Monat (von Januar bis November) von 19:00 bis 21:00 Uhr statt.

Egal ob ihr eigene Anliegen mitbringt, ein Projekt vorstellen möchtet, neue Formate anregen wollt oder einfach neugierig seid – jeder ist herzlich willkommen.

Sie freuen sich auf euch, eure Perspektiven und einen lebendigen Austausch.

World Café zu sozialen Folgen des Klimawandels

Deine Perspektive ist gefragt – Diskutiere mit uns über die sozialen Folgen des Klimawandels!

Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sind vielschichtig und weitreichend. Wie verändern sich soziale Strukturen? Welche neuen Herausforderungen entstehen? Und wie können wir gemeinsam Lösungen entwickeln?

Sei dabei beim World Café zu den „Sozialen Folgen des Klimawandels“! Die interaktive Veranstaltung lädt dich dazu ein, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft zu erkunden und aktiv an Diskussionen teilzunehmen.

Wann? 23.08.2024, um 17:00 – 20:00 Uhr
Wo? Anschlussverwendung, Grünbergerstr. 22 in Gießen

Was dich erwartet:

Zu Beginn der Veranstaltung werden Expert:innen dir einen ersten Einblick in die Thematik geben. Dieser bildet die Grundlage für die darauffolgenden Diskussionen in Kleingruppen an verschiedenen „Themen-Tischen“, die jeweils einen spezifischen Aspekt der sozialen Folgen des Klimawandels beleuchten. Hier entsteht Raum für vertiefende Gespräche und den Austausch vielfältiger Ideen. Du darfst deine Perspektiven einbringen, Fragen stellen und gemeinsam mit anderen Teilnehmenden an Lösungsvorschlägen arbeiten.

Warum du dabei sein solltest:

  • Deine Stimme zählt: Deine Meinung und Ideen sind wichtig! Bring deine Sichtweise ein und sei aktiv an der Diskussion beteiligt.
  • Neue Einsichten gewinnen: Nutze die Gelegenheit, von Expert:innen und anderen Teilnehmenden zu lernen und neue Perspektiven auf die sozialen Folgen des Klimawandels zu gewinnen.
  • Engagement für den Klimaschutz: Werde Teil einer engagierten Community, die sich gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzt. Dein Mitwirken trägt dazu bei, ein Gemeinschaftsgefühl im Engagement für den Klimaschutz zu entwickeln und Handlungsmöglichkeiten zu erkunden.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme und auf einen spannenden Abend voller inspirierender Diskussionen und wertvoller Einblicke! Erzähl auch gerne deinen Freund:innen von der Veranstaltung, sodass alle von einer lebhaften Diskussion profitieren können.

Nachhaltigkeitscafé Wetzlar: Kommen Bio-Milch, Bio-Eier und Bio-Fleisch immer aus artgerechte „Nutz“tierhaltung?

Beim Einkauf tierischer Produkte wird der Verbraucher/die Verbraucherin oft durch die Vielzahl von (Bio)Labeln und Informationen über Haltungsformen bzw. Stempel auf Eiern verwirrt. Was sagen diese Angaben tatsächlich über eine artgemäße Nutztierhaltung aus? Eine artgemäße Nutztierhaltung ist u. a. die Voraussetzung für die gesunde Ernährung sowohl von Veganern, Vegetariern und Fleischessern. Und warum sollte der Mensch zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts doch eher ein wenig Fleisch essen anstatt gar keines? Der Vortrag informiert über die verschiedenen Formen der Nutztierhaltung und wie Verbraucher/innen beim Einkaufen die „guten“ tierischen Produkte einfach erkennen können.

ein Vortrag von Ilse Römer (PROVIEH-Ehrenamt Gießen-Wetzlar) mit anschließender Diskussion.

Transformationsküche: Umweltpolitische Ziele mit sozialen Anforderungen verknüpfen: Lokale Strategien gegen Energiearmut

Die Anzahl der energieintensivsten Wohngebäude zu reduzieren ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine soziale Dringlichkeit. Doch sowohl in Deutschland als auch in Frankreich ist die Gebäudesanierung ins Stocken geraten. Solange diese nicht abgeschlossen ist, müssen Kommunen die Haushalte unterstützen, die ihre Energierechnungen nur schwer begleichen können. Eléonore Vinais und Gladys Grelaud berichten in der Transformationsküche über lokale Lösungsansätze zur Bekämpfung drohender Energiearmut.

Hier geht’s zu weiteren Informationen und Anmeldung